SSD Festplatten

SSDs (Solid State Drive oder SSD Drive) sind Festplatten, die in Laptops, Desktop PCs und USB Geräten, zum Speichern und Lesen von Dateien, eingesetzt werden. Da die bewährte Technik der Magnetfestplatten langsam aber sicher am Limit angekommen ist, setzen die Halbleiterhersteller vermehrt auf die SSD Architektur.

Überblick: Statt über mehrerer magnetischer Scheiben gesteuert durch einen Schreib - und Lesekopf, verfügen SSDs über mehrere NAND Chips mit einem oder mehreren Controllerchips. Dies bringt einige Vorteile mit sich.
Ohne mechanische Bauteile sind SSDs leiser, robuster und schneller als ihre Pendanten. Zudem sind sie um ein Vielfaches schockresistenter, verfügen über bessere Zugriffszeiten und sie mit 2,5 Zoll kleiner als herkömmliche Festplatten.

Die Performance: Am Endkundenmarkt setzen sich SSDs langsam aber sicher durch und es gibt mittlerweile eine Vielzahl von unterschiedlichen SSD Anbietern (zB OCZ, Kingston, Intel, Patriot oder Samsung). Wo liegen die Unterschiede oder gibt es überhaupt welche für den Kunden?

Die Speichergröße ist das auffallendenste Merkmal bei einer Festplatte. Bis zu 512 Gigabyte fasst aktuell eine SSD. Je größer der Speicherplatz, um so teurer ist auch der Anschaffungspreis

Allen SSD Herstellern ist gemein, dass der einzige Unterschied für eine bessere Performance in der Auswahl des Controllerchips liegt. Marvell, Indilinx, Sandforce und der hauseigene Controller von Intel sind die gängigsten verbauten Controller. So sind Marvell und Indilinx Controller bei Low End und Midrange SSD Festplatten zu finden. Sie sind in etwa vergleichbar mit den Transfer- und Leseraten von Magnetfestplatten. Sandforce und Intel Controller hingegen sind im High End Bereich, aufgrund der besseren Performance, wieder zufinden. Leseraten von bis zu 300 Megabyte pro Sekunde und Schreibraten von 250 Megabyte pro Sekunde sind keine Seltenheit und bringen bereits das SATA 3 Interface an seine Grenzen.

Die Varianten: SSD gibt es zum großen Teil im 2,5 Zoll Format Gehäuse und können dank der geringen Bauhöhe sehr variabel in Laptops und Desktop PCs eingesetzt werden. Einige Hersteller bieten jedoch eine zweite SSD Variante an, die nicht über SATA, sondern über das PCIE Interface angeschlossen wird. Es handelt sich hierbei um teurere Festplatten, die als Steckkarten im PC verbaut werden. Auf solchen Festplatten befinden sich zumeist mehrere Controllerchips, sodass Leseraten von weit über 700 Megabyte pro Sekunde erreicht werden können.

Die Nachteile der SSD Technik: So schön die SSD Technik auch klingt, sie bringt auch Nachteile mit sich. So werden SSD ohne TRIM Befehl mit der Zeit langsamer. Zudem haben SSD einen geringeren Lebenszyklus als Magnetfestplatten.